Von weitem betrachtet strahlt Ostwestfalen eine wunderbare Ruhe aus, etwas Märchenhaftes und Verwunschenes mit einer starken Anziehungskraft für alle, die auf der Suche nach Entschleunigung und Ruhe sind. Allein: Wer mittendrin ist, verliert schnell den Blick für die heimische Idylle. Als kleinen »Augenöffner« haben wir uns auf den Weg gemacht und ein ganz besonderes Areal inmitten der Münsterländer Bucht erkundet – mit malerisch-historischem Ambiente, weitläufigen Parks und vielfältigen Erholungs-Angeboten inmitten der Natur und jahrhundertealten Baumbeständen. Nur knapp zehn Kilometer mussten wir dafür von der Innenstadt aus zurücklegen – ein Katzensprung also mit dem Auto oder auch dem Fahrrad. Ziel unseres Besuches war die Klosterpforte in Marienfeld mit ihrer üppigen 180 000 Quadratmeter großen Anlage, die Besucher aus nah und fern zum Erholen, Spazierengehen und Genießen einlädt – im Rahmen eines Zwischenstopps auf der Fahrradoder Wandertour mit Freunden und der Familie in einem Café ebenso, wie zum abendlichen Essen oder Feiern.

Mit der Kamera im Gepäck haben wir uns einen Tag lang Zeit genommen, um das Gelände mit seiner Symbiose vielfältigster Angebote für jedes Interesse zu entdecken – und haben einen Tag fernab von Stress und Hektik erleben dürfen. Herzstück und von überregionaler Bedeutung ist das Vier Sterne Plus-Hotel, dem Hauptgebäude der Klosterpforte. Unsere Entdeckungsreise starten wir hier im erst kürzlich eröffneten neuen Wintergarten, der in direkter Verbindung zum Frühstückssaal und mit einer gemütlichen Außenterrasse unter alten Bäumen bei jedem Wetter einen hellen Anziehungspunkt bietet. Vor allem in den Morgenstunden, wenn die Hotelgäste das Ambiente während der Frühstückszeit genießen dürfen, ist hier einiges los. 151 komfortable und liebevoll detailreich eingerichtete Zimmer bietet die Klosterpforte im Haupthaus und im angeschlossenen Sporthotel »11«. Der Besucher hat dabei die Wahl zwischen gemütlichem Landhausstil oder moderner Schlichtheit – eine himmlisch ruhige Lage, größtmöglicher Komfort und ein fantastischer Ausblick auf die wunderschönen Gartenanlagen inbegriffen. Das ist schon beim Rundgang durch die zum Teil erst kürzlich erneuerten Zimmer sowie das besonders einladende Turmzimmer einen Traum wert, abgerundet von einem Blick in den Poolund Wellnessbereich, der uns in eine absolut entschleunigte Welt entführt. Wer hier einkehrt, darf sich rundum wohlfühlen. Für uns geht es aber zunächst wieder nach draußen, wo noch mehr Ambiente und Abenteuer auf uns wartet.

Unser Weg führt uns durch den großen Torbogen, hinter dem sich mit dem weitläufigen Klosterplatz ein wunderbarer Rundumblick öffnet. Umgeben vom alten Baumbestand, schauen wir auf die Abteikirche und die Alte Abtei, alte Mauerwerke und die gut gepflegte Parkanlage. Hinter uns lassen wir das Tagungszentrum, das neben weiteren Räumlichkeiten auf dem gesamten Gelände einen perfekten Anlaufpunkt für regionale und überregionale Unternehmen bietet. »Tagungen im Grünen« lenken die Konzentration der Teilnehmer direkt auf das Wesentliche, unterbrochen von entspannenden Spaziergängen über das Gelände. Und genau wie uns wird es den einen oder anderen dann auch ins gemütlich-moderne Klostercafé locken. Hier machen wir einen ersten Stopp, um bei einer leckeren Tasse Kaffee, frisch gebackenem Kuchen der Marienfelder Landfrauen und einer noch warmen belgischen Waffel, Kraft für unsere anschließende Wanderung zu tanken. Das Café mit seiner Außenterrasse ist vor allem an den Wochenenden ein beliebter Anlaufpunkt für Tagesbesucher, die per Rad oder zu Fuß vorbeikommen. Aber auch in der Woche ist man hier jederzeit willkommen – tagsüber zum Kaffee, am späten Nachmittag bei warmem Wetter bei einem Aperol Spritz in geselliger, legerer Runde.

 

Wir nutzen das Klostercafé bei unserem Besuch als Startpunkt für einen ausgedehnten Ausflug durch die Natur. Und die beginnt direkt hinter der Alten Abtei, die vor allem für Hochzeitsfeiern und größere Veranstaltungen genutzt wird. Als besonderes Highlight wurde hier in den altehrwürdigen Mauern die Klosterkochschule für begeisterte Hobbyköche eingerichtet, die sich durch Professionalität, modernste Küchentechnik und außergewöhnliches Ambiente auszeichnet. Unser Ziel allerdings ist der romantisch anmutende Rundweg um den kleinen Lutter-See hinter der Alten Abtei. Er bietet eine wunderbare Kulisse für Alltagsfluchten, Wochenendund Familienausflüge. Wer etwas Zeit einplant, kann von hier aus auch zu Fuß oder mit dem Rad das beliebte Naturschutzgebiet Hühnermoor ansteuern und erkunden – Ausflugsziele für die ganze Familie in unterschiedlichen Entfernungen gibt es also einige.

Nach einer ausgiebigen Runde in der Natur zieht es uns gegen Abend noch einmal zurück auf das zentrale Gelände der Klosterpforte. Mit entsprechendem Hunger finden wir uns im Klosterkeller in der Alten Abtei ein, wo uns eine gelungene Symbiose aus Moderne und Tradition erwartet – und das sowohl auf der Karte, als auch mit der atmosphärischen Gestaltung des Gewölbekellers. Die leichte mediterrane Küche von Küchenchef Jakob Sundermann spricht vor allem auch ein jüngeres Publikum ab 30 Jahren, Familien und kleinere Gruppe an, die bei hausgemachten Limonaden oder dem hausgebrauten Marienfelder Klosterbräu in eine andere Welt abtauchen. Den kompletten Mai über laden zudem die Tapas Tage mit spanischen Spezialitäten und mediterranen Weinen zum Genießen ein – und das macht schon beim Fotografieren Hunger! Bei gutem Wetter lockt übrigens der idyllisch gelegene Biergarten am Klosterkeller die Menschen ins Freie. Eine tolle Umgebung übrigens auch für private Feierlichkeiten. Etwas gediegener geht es derweil im Klosterstübchen zu, das mit stilvoll-gemütlichem Ambiente sowie regionaler und nationaler Küche mit westfälischem Akzent Gäste aus der ganzen Region anlockt. Angrenzend ans Haupthaus besticht das Restaurant auch mit seiner einzigartig romantischen Außenterrasse und einem Blick über den wunderschönen Klosterhof. Küchenchef Janis Gatzke und sein Team sind im RestaurantBetrieb wie auch bei privaten Feiern im Klosterstübchen Garanten für eine exklusive und bodenständig-kreative Küche, die Spaß macht.

Bestens gestärkt sind wir nach dem Essen noch zum gemütlichen Abendspaziergang eingeladen. Denn gerade in der späten Dämmerung ist zwischen den liebevoll beleuchteten Gebäuden, den Parkanlagen und der Natur im Umfeld der Klosteranlagen eine ganz besondere Magie zu spüren. Lampions sorgen im Eingangsbereich des Hotels für verträumtes Ambiente und auch rund um den Naturbadesee am Sporthotel, das regelmäßig namhafte nationale und internationale Fußballmannschaften beherbergt, ist es sehr gemütlich geworden. Die Fischerhütte, das Rincklakes, sowie das Landhaus Tenne in unmittelbarer Nähe bieten vielfältigste Möglichkeiten für private oder geschäftliche Feiern im Grünen. Hier wird sich wirklich jeder wohlfühlen und das passende Angebot für sich entdecken. Den krönenden Abschluss unseres sehr intensiven Tages in, an und im Umfeld der Klosterpforte in Marienfeld bildet am späten Abend ein beeindruckender Blick auf die bunt beleuchtete Alte Abtei. Ein Blick, der wunderbar die gelungene Verschmelzung von Tradition mit Moderne widerspiegelt. Und eines ist schon jetzt sicher: Wir kommen wieder und vertiefen die Eindrücke des Tages. Auf der Liste der Lieblings-Ausflugsziele ist Marienfeld ganz weit nach oben gerückt.

Fotos und Film: Gütersloh TV
Text: Benedikt Hensdiek